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Die Maack Holzbau GmbH in Adendorf wagte den Versuch eines abfallfreien Baubetriebes - mit Erfolg.

Dieses Haus in Adendorf wurde als "Abfallfreies Bauvorhaben°realisiert. Uwe Maack, Geschäftsführer der Maack Holzbau GmbH, und Colette Bomnüter, Projektleiterin und Innovationsberaterin der Handwerkskammer, betrachten das Ergebnis.

Ob der Bau eines abfallfreien und zudem mit biologisch unbedenklichen Baustoffen errichteten Hauses möglich ist, das wurde jetzt in Adendorf bei Lüneburg untersucht. Die Firma Maack Holzbau GmbH nahm an dem Projekt "Abfallfreie Betriebe" teil, und zwar mit einem Bauvorhaben: In Adendorf errichtete das Unternehmen ein Einfamilienhaus in Holzrahmenbauweise. Möglichst alle Restmüll-Aufkommen sollten dabei in technische oder biologische Kreisläufe zurückgeführt werden. Für nicht kreislauffähige Stoffe sollte recyclebarer Ersatz gefunden werden. Das war das Ziel des Projektes "Abfallfreie Betriebe", das von der Handwerkskammer initiert und gemeinsam mit der Fachhochschule Nordostniedersachsen sowie dem Entsorgungsunternehmen Rethmann durchgeführt wurde.

Neun Gewerke waren an dem Hausbau beteiligt. Alle Subunternehmer mußten sich also auf das Projekt einstellen. Nachdem Uwe Maack die Baufirmen von dem Vorhaben überzeugt hatte, lief das Projekt sehr erfolgreich. Mit dem Ergebnis, daß 95 Prozent aller Abfälle in Kreisläufe überführt werden konnten.


Aber nicht nur auf der Baustelle, auch in seinem Betrieb legt Uwe Maack großen Wert auf getrenntes Sammeln und Entsorgen von unbehandeltem und behandeltem Holz, Kunststoffen, Pappe, Papier, Metallen sowie Farbdosen. "Durch das Projekt habe ich sehr viele neue Entsorgungswege kennengelernt", sagt der Zimmermeister und Betriebswirt des Handwerks. Auch verwendet Uwe Maack heute keine imprägnierten Hölzer mehr, was seine Kunden nicht immer verstehen. "Das Runtertrocknen der Hölzer ist eben teurer als eine Imprägnierung."

Das in Adendorf bei Lüneburg ansässige Unternehmen ist ein Familienbetrieb. 1960 gründete Zimmermeister Walter Maack die Firma. Seit 1996 ist sein Sohn Uwe Maack zweiter Geschäftsführer. Ende des Jahres wird die fließende Betriebsübergabe an Uwe Maack erfolgen. Der Betrieb beschäftigt einen Zimmermeister, neun Gesellen, drei Lehrlinge sowie zwei Büroangestellte und hat sich u.a. auf Zimmer-, Trockenbau- und Cellulose-Dämmarbeiten spezialisiert. Seit eineinhalb Jahren bietet das Unternehmen auch die Erstellung schlüsselfertiger Häuser in Holzrahmenbauweise an und ist Mitglied im Arbeitskreis Ökologischer Holzbau (AKÖH). Aufgrund des Projektes "Abfallfreier Betrieb" schont Maack die Umwelt und das Firmenkonto: "Der Container muß nur noch halb so oft geleert werden wie früher."

Quelle: Norddeutsches Handwerk, 10. Juni 1999

 
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