
"Mehr als die Hälfte aller Abfälle, die bei Betrieben im Restmüll landen, könnten auch in Kreisläufe zurückgeführt werden." Ministerpräsident Gerhard Glogowski (3.v.re) ist beeindruckt. Er läßt sich von Diplom-Ingenieur Christian Brenner-Herrenbrück (2.v.re) und Susanne Winkelmann-Lehwald (3.v.li.) Tips geben, wie er auch seinen privaten Abfall sinnvoller trennen kann: Mit Regierungspräsidentin Ulrike Wolff-Gebhardt (2.v.li.) informierte sich der niedersächsische Ministerpräsident im "Competence Centrum Suderburg" über das Projekt "Abfallfreie Betriebe".
Das erfolgreich abgeschlossene Projekt der Handwerkskammer Lüneburg-Stade, des Hamburger Umweltinstitutes, des Lüneburger Entsorgungs-Unternehmens Rethmann und der FH Nordostniedersachsen wurde dem "Landesvater" jetzt von Professor Dr. Michael Braungart (li.) von der Fachhochschule, Diplom-Kaufmann Jörg Warnecke (4.v.li), Abteitungsleiter Wirtschaftsförderung und Unternehmensberatung der Handwerkskammer, und von Projektkoordinator Christian Brenner-Herrenbrück vorgestellt. Ein Jahr lang hatten Studenten im Fachbereich Bauingenieurwesen der Fachhochschule Nordostniedersachsen die Restmülltonne von zwölf Lü- neburger Handwerksbetrieben und der Verwaltung der Handwerkskammer analysiert und Wege aufgezeigt, wie man möglichst alle betrieblichen Abfälle in Kreisläufe zurückführen kann: Mit Erfolg - Die Betriebe sparen inzwischen im Jahr 70 bis 80 Prozent der Entsorgungskosten, weil das Volumen ihrer Rest- mülltonne auf ein minimales Maß geschrumpft ist. Das Fazit vvurde jetzt präsentiert: " Abfallfreie Betriebe sind keine Utopie wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen: Hersteller, Vertrieb, Betrieb und Entsorger." Hierfür hat das Projekt eine Basis geschaffen, die jetzt in der Praxis verfolgt werden muß.
Quelle: Norddeutsches Handwerk, 23. September 1999 |