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Abfall   Alle beweglichen Sachen, die in die im Anhang I zum KrW-/AbfG aufgeführten Gruppen fallen und deren sich ihr Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss. Abfälle zur Verwertung sind Abfälle, die verwertet werden. Abfälle zur Beseitigung sind Abfälle, die nicht verwertet werden.
   
Alternativprodukte   Hierunter sind Produkte zu verstehen, die vom Hersteller so gestaltet sind, das sie in technische oder biologische Kreisläufe überführt oder aber vom Hersteller zurückgenommen werden können. Diese Produkte müssen entsprechend ihrem Verwendungszweck allen Anforderungen genügen.
   
Biologischer Kreislauf   Die Kompostier- bzw. Vergärfähigkeit eines Produktes ist die Voraussetzung für seine biologische Kreislaufführung. Zunehmend werden z.B. Produkte aus modifizierten Kunststoffen hergestellt, die nachfolgend bedenkenlos und rückstandsfrei kompostiert werden können. Durch die Vergärung kann neben der Behandlung des Abfalls zusätzlich Energie gewonnen werden.
   
 
   
DIN EN ISO 14000   Weltweit anerkannte Norm für das Umweltmanagement in einer Organisation.
   
DIN EN ISO 9000 ff.   Weltweit anerkannte Normenreihe für das Qualitätsmanagement in einer Organisation.
   
ECO-Effizienz

Öko-Effizienz
  Effizienzsteigerung der im Unternehmen eingesetzten Material-, Wasser- und Energieflüsse.
   
EG-Öko-Audit-Verordnung   Verordnung der Europäischen Gemeinschaft zur Durchführung einer Umweltbetriebsprüfung.
   
EMAS   (Eco Management and Audit Scheme) ist die europäisch anerkannte Zertifizierung nach der EG-Umwelt-Audit-Verordnung.
   
Entsorgungsfachbetrieb  

Ein Betrieb, der i.S. der Regelungen des §52 KrW-/AbfG nach Überprüfung durch eine technische Überwachungsorganisation

  • bestimmte Fachkunde,
  • eine Ausstattung mit bestimmten Geräten und Ausrüstungen und ferner
  • die Zuverlässigkeit des Betriebsinhabers nachgewiesen hat und berechtigt ist, ein entsprechendes Gütezeichen zu führen.
   
Entsorgungskosten   Mit einem Entsorgungspreis bewertete Menge einer Abfallart.
   
KrW-/AbfG   Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz (vom 27.09.1994)Novelle des Abfallgesetzes vom 11.06.1972, in welcher erstmals die Kreislaufwirtschaft gesetzlich fixiert ist.
   
Logistik in der Abfallwirtschaft

Abfalllogistik
  Sammel- und Transportsysteme für Abfallstoffe sowohl zu Verwertungseinrichtungen als auch zu Herstellern. Hierunter sind auch spezielle Systeme für die regionale oder branchenspezifische Erfassung verschiedener Stoffe zu verstehen.
   
Materialverluste   Material, welches entlang der logistischen Kette nicht in das eigentliche Produkt gelangt, sondern aufgrund von Vernichtung, Ausschuss, Verschnitt usw. dem direkten, wertschöpfenden Materialstrom verloren geht. Materialverluste können durch interne Kreislaufführung reduziert werden.
   
Prozess   Prozess ist ein Satz von in Wechselbeziehung oder -wirkung stehenden Tätigkeiten, der Eingaben (z.B. Material, Information o.ä.) in Ergebnisse (z.B. Produkte) umwandelt.
   
Qualität   Die Gesamtheit von Merkmalen einer Einheit (Produkt) bezüglich ihrer Eignung, festgelegte und vorausgesetzte Erfordernisse bezüglich Kundenforderungen zu erfüllen.
   
Qualitätsmanagement   Auf die Mitwirkung aller Mitarbeiter gestützte Managementmethode, die die Qualität in den Mittelpunkt stellt und durch Zufriedenstellung der Kunden auf langfristigen Geschäftserfolg sowie auf Nutzen des Unternehmens zielt.
   
Qualitätsmanagement-System   Zur Verwirklichung des Qualitätsmanagements erforderliche Organisationsstruktur, Verfahren, Prozesse und Mittel.
     
Reststoffe   Reststoffe sind Stoffe (Abfall, Abwasser und Abluft), die bei der Produktion eines Produkts oder einer Dienstleistung entstehen, aber nicht Ziel des Prozesses sind. Sie haben überwiegend einen negativen Wert und werden direkt in die Umwelt abgegeben oder anderen Organisation überlassen.
     
Rückgabe an den Hersteller (Redistribution)   Dritte Variante der Förderung der Kreislaufwirtschaft von Produkten sind die Vorgaben zur Produktverantwortung (vgl. Dritter Teil des KrW-/AbfG "Produktverantwortung"). Mit der Zielstellung ein Interesse an der Kreislauffähigkeit der Produkte zu entwickeln, werden Hersteller durch o.g. Festlegungen veranlasst für Produkte Rücknahmen zu organisieren bzw. Rückgabemöglichkeiten o.ä. einzurichten.
     
Stoffstrommanagement   Stoffe = Alle Materialien inklusive Energie & Wasser, die in einem Unternehmen ge- oder verbraucht werden, um die Herstellung von Produkten oder eine Dienstleistung durchzuführen. In diesem Sinne wird durch ein Stoffstrommanagement der Weg aller Stoffe in einem Betrieb so durchleuchtet und nachfolgend gestaltet, dass die Vermeidung, die Verringerung und eine möglichst umfassende Wiederverwend- bzw. Wiederverwertbarkeit der Materialien angestrebt wird, bei gleichzeitig sparsamen Wasser- und Energieverbrauch.
     
Technischer Kreislauf   Als technischer Kreislauf ist ein "echtes", möglichst rohstoffliches Recycling - kein Downcycling zu verstehen. Die Materialien aus den Produkten müssen in hochwertiger Qualität wieder in den Produktionskreislauf eingebracht werden.